Mittwoch, 8. Mai
Da ich bis um 13 Uhr im Dorfladen arbeitete, kamen wir diesmal etwas später auf die Autobahn und der Verkehr war zähflüssiger als sonst. An den Autokennzeichen konnte ich sehen, daß viele Nord- und Ost“Lichter“ dabei waren, wohl die Brückentag-Heimfahrer. Trotzdem hatte mein Mann seinen beruhigenden und umsichtigen Fahrstil beibehalten und so konnten wir in Weidenberg noch ein paar Lebensmittel für den Feiertag einkaufen; natürlich auch meine geliebten „Broadwärscht“ – die gibt’s eben nirgends so lecker, als in Oberfranken!!!
Als wir zum Häuschen kamen, begrüßte uns der Nachbar gleich mit Rasenmäher-Gerattere. Naja, er wußte auch nicht, dass wir kommen. Am Donnerstag sind wir wenigstens den gedämpften Lärm der Kiesgrube los, die bei schlechter Windlage über den Wald zu uns durchschallt. Nur der Schienenbus von BT kommt alle Stunde und tutet, denn es gibt keinen gesicherten Bahnübergang und somit muß er sich akustisch bemerkbar machen, damit hier kein Unfall passiert. Nach ein bißchen einstimmen haben wir dann den Grill entzündet und unser Abendbrot genossen. An der frischen Waldluft schmeckt eben alles besser.

Natürlich waren auch unsere „Monsterlis“ diesmal wieder dabei – Thaddeus (der Bruder von Amadeus) hatte sich ja letztes Jahr in Mama Wutz verliebt ![]()
Da Nobby und ich in den letzten Wochen viel gejobt und wenig Zeit für Gespräche hatten, haben wir dies nachgeholt J Trotz daß ich so zeitig aufgestanden war, habe ich bis 11 Uhr nachts ausgehalten. Bißchen muffelig war die Bettwäsche schon, aber das kenne ich ja noch aus Kindertagen. Das Einschlafen ging sehr gut und auch das mitgebrachte Polster für meine Seitenlage (war eine Empfehlung der Krankengymnastikerin) hat guten Dienst getan. Allerdings bin ich dann so um ca. 3 Uhr wach geworden – das ist immer meine „dunkle“ Stunde – und konnte schlecht einschlafen. Also habe ich dem Untermieter zugehört, der sich’s unterm Dach gemütlich gemacht hat. Den Exkrementen auf der Terrasse nach, eine große Marderin und dem Getrappel über mir also vier „große“ Pfoten und mehrere „kleine Patscherl“. Sie hat anscheinend Junge. Jetzt weiß ich aber, dass die sehr agressiv werden können, wenn man sie in der Behausung stört – vor vielen Jahren hatte sich mein Vater mal einen üblen Biß eingeholt, als er einem Marder aus dem Dachgebälk verjagen wollte.
Wir werden ihm das Revier auf jeden Fall lassen! Er kommt ja auch von draußen unters Dach und geht nicht durch den Wohn- bzw. Schlafraum, um dort etwas zu versauen.
Morpheus hat mich dann wieder in seine Arme geholt und so war ich um ½ 8 Uhr gut ausgeschlafen.
Donnerstag, 9. Mai - Feiertag
Ich habe den Morgen begrüßt – keine Nachbarn sind momentan da und ich genieße die Ruhe, durchbrochen von den erwachenden Vögeln.
Letztes Jahr war meine Suche nach den Frauenmantel-Flecken leider vergebens geblieben, doch jetzt sind diese wundervollen Pflanzen wieder in kleinen Grüppchen auf der unteren Wiese angesiedelt. Mit Pipette bewaffnet, habe ich ins mitgebrachte Braunglas einiges von dem kostbaren „Schweiß“ der Pflanzen gesammelt. Die Blätter sind alle noch sehr jung, so daß ich mich schon ordentlich bücken muß, um ein kleines Ergebnis zu erzielen, aber es lohnt jeder Tropfen! Ich werde jetzt jeden Morgen – natürlich nur, wenn es nicht regnet – ausgiebig sammeln. Blätter für eine Essenz und eine Fruchtzuckerverreibung für die Trituration habe ich auch mitgenommen und gleich verarbeitet.
Dann gab’s lecker Frühstück mit Spiegelei, Honigbrot und Käse, um dann mit Mama zu telefonieren und den Tag zu planen.
Wir wollten uns diesen Ruhetag gönnen und sind mittags in die Stadt zu Mama gefahren und habe eine tolle Gemüsesuppe bekommen und erzählt – wir hatten uns im August das letzte Mal gesehen und es ist ja seit dem viel passiert.
Um 15 Uhr sind wir dann zu Papa ins Heim gefahren und haben dort ein bißchen gequatscht – er bekommt leider nur noch sehr wenig mit – aber da sich mein Rücken schon den ganzen Tag „gemeldet“ hatte (wohl der „familäre Druck“), mußte ich mich etwas bewegen und so sind Nobby und ich ein bißchen im Röhrensee-Park spazieren gegangen. Das hat mich wieder entspannt. Dann haben wir die Mama wieder abgeholt und sind ins Lokal „Olymp“ am Grünen Hügel gefahren und endlich konnte ich mal wieder griechisches Essen genießen. Selbst am Abend konnten wir noch an einem der Außentische essen – da schmeckt’s doch gleich wie im Urlaub.
Als wir dann Mama wieder zuhause abgesetzt haben und sie uns am Straßenrand nachgewunken hat – klein, zusammengefallen, bucklig – war nicht zu erkennen, wie kränkend und übergriffig sie noch immer war. Ich stecke da in einem Zwiespalt, bin aber sehr froh, dass uns 300 km trennen.
Wir ließen den Abend noch auf der Terrasse ausklingen, bis uns die Augen zufielen. Es ist richtig toll, wenn es mal keine Möglichkeit zur Ablenkung gibt – kein PC, kein TV, kein DVD und zum Lesen ist’s zu dunkel 
Freitag, 10. Mai
Heute die feuchte Überraschung: schon nachts hatte es zu Nieseln begonnen und als ich am Morgen um ½ 9 Uhr aufgestanden bin, hatte es sich eingeregnet. Also an Rasen mähen (bzw. trimmen) war heute nicht zu denken; wir werden wohl nur die Zaunpalisaden entfernen. Die meisten sind eh von den Winterstürmen umgeschmissen worden und wir zerlegten die Teile, um sie am Waldrand zu lagern und diese dann bei einem der nächsten Aufenthalte abzutransportieren.
Hinter dem Haus hat der Wintersturm ein große Birke entwurzelt und zum Glück ist die in den Wald gekippt und nicht aufs Hausdach!
Heute Nacht hat Mama Marder ihre Truppe etwas besser beaufsichtigt, denn der Trampel-Lärm hielt sich in Grenzen.
Ab mittags hatte der Regen zwar etwas aufgehört, aber die Feuchtigkeit hielt sich im Wald und somit auch im Häuschen und so haben wir eigentlich den ganzen Tag über gefroren. Ich bin dann auch bereits um 9 Uhr ins Bett gegangen, um endlich mal wieder richtig warm zu werden. Es folgte eine sehr ruhige Nacht ![]()
Samstag, 11. Mai
Heute war es noch kälter, als gestern und ich brauchte nicht daran denken, meine Hängematte auszuprobieren, denn es nieselte schon wieder. Also werde ich diese wieder mit nach Hause nehmen und mir ein Gestell besorgen bzw. mir zwei passende Bäume suchen, um zuhause auf der Wiese „abzuhängen“.
Jetzt hatten wir letztes Jahr im Juli schon das Pech, dass wir naßkaltes Wetter hatten und nun ist es Mitte Mai und die Temperaturen sind einstellig (zwischen 6°C bis 9°C) – o.k. es sind momentan die Eisheiligen, aber die kommen auch jedes Jahr, so wie es ihnen paßt!
Also mußten wir uns warm arbeiten und Nobby ging trotz Nieselns mit der ElektroSense über das zähe Gras. Die einzige Alternative wäre, das Kraut/Gras bis zum nächsten Aufenthalt stehen zu lassen, aber dann wäre es schon der „Überwucherer“. Also quälten wir uns durch die Masse und wünschen uns einige Schafe, die den Arbeitsanteil mit äsen wegmampfen. Dann könnten wir uns gemütlich eingewickelt in die Winterdecken das Schauspiel anschauen, aber dem ist leider nicht so!
Wieder machten wir den kleinen Grill an und legten leckere oberfränkische Spezialitäten drauf; dazu gab es aufgebackene Semmeln und Minitomaten.
Um 21.30 Uhr schlurfte ich dann in mein warmes Bett; die Gartenarbeit ist für mich ungewohnt und verlangte somit ihren Tribut. Ein ruhiger Schlaf schaukelte mich bis 8.30 Uhr.
Sonntag, 12 Mai
Ein letztes Mal ging ich meine Frauenmantel-Flecken ab und sammlte noch ein paar Tropfen des kostbaren Naßes, das sie in ihren Blättern schwenken – ich bin ganz stolz auf mein Ergebnis.
Nach einem kurzen Rest-Frühstück packten wir zusammen und machten noch eine Stippvisite zur Mama – seit 20 Jahren war ich am Muttertag mal wieder in ihrer Nähe und so haben wir ihr einen Strauß Blumen besorgt. Sie mag ja Schnittblumen und so habe ich gelbe Gerbera und blaue Glockenblumen binden lassen.
Auf der Autobahn war einiges los, denn der Rückreiseverkehr nach dem Brückentag und dem Wochenende war enorm. Auch hat es ständig geregnet und es war sehr windig. Wir waren auf jeden Fall heilfroh, als wir wieder zuhause waren und ich habe auch gleich meine Badewanne aufgesucht, um mich so richtig aufzuwärmen!
Geplant ist der nächste Besuch in ca. 6 – 8 Wochen, mal schauen, mit was uns das Wetter dann überrascht












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. Während wir anderen jodelten, ging jede Frau durch die Spirale und suchte sich das Bild aus, in dem sie sich momentan am besten wiederspiegelte. Ich habe ganz bewußt die „kretische Schlangenpriesterin“ gewählt. Ich möchte meine Beziehung zum Mittelmeerraum wieder festigen und die Priesterin steht ja auch für Tanz und Bewegung, die ich in meinem z.Zt. lädierten Körper wieder herstellen möchte. Sie erinnert mich auch immer an die Stierspringer, an das Labyrinth der Ariadne und ihr Schicksal. Ich bin sehr glücklich mit meiner Wahl.

































